Meisterzimmer

DE – Spinnerei Leipzig

Für die Darstellung unserer neuen Möbelentwürfe, die erstmalig 2018 auf der imm Cologne präsentiert werden, haben wir eine außergewöhnliche Location gesucht. Wir lichten unsere Kollektion nicht nur im Studio ab, sondern setzen sie auch in einen Kontext. Wichtig dafür ist uns die Architektur, die gelebten Räume, die Baumaterialien, um fotografisch eine Welt zu entwickeln, die ein Lebensgefühl widerspiegelt, die Erinnerungen weckt, die inspiriert. Unsere Möbel sind so anpassungsfähig und vielseitig, dass sie sich in verschiedenartige Ambiente einfügen.

In Leipzig haben wir mit der Spinnerei einen Ort gefunden, der Freiräume bietet für eine Subkultur. Hier haben wir das „alte“ Berlin wiedergefunden, bevor die Schlaglöcher gefüllt, die Fassaden repariert und die Wände gestrichen worden sind.

Wir fühlten uns der Zeit entrückt. Die Gerüche der ehemaligen Industrie, ausgedünstet vom Mauerwerk, haben uns in vergangene Zeiten katapultiert. Die Sinneseindrücke waren auf allen Ebenen extrem. Gefunden haben wir neben Galerien und Ateliers eine Schneiderin, eine Hutmacherin, eine Druckwerkstatt, wo mit traditionellem Handwerkszeug zeitgemäße Unikate hergestellt werden, wo man Lieblingsstücke entdecken kann. Eine Welt für sich, mit eigener Poststelle, aber nicht weltfremd.

Wir haben unsere Möbel durch verschachtelte Gänge und Treppenhäuser getragen und sie in den Meisterzimmern inszeniert. Das Zusammenspiel von den großen Industriefenstern und dem roten Mauerwerk prägen die Fotostrecke.

Wir konnten mit Tageslicht fotografieren; dadurch haben wir die natürliche Atmosphäre eingefangen. Die Sets sind in drei Räumen entstanden. Wir haben die bestehende Möblierung durch unsere Möbel ausgetauscht. Die Kunstwerke haben wir in die Bilder integriert. Unsere Materialien, der amerikanische Nussbaum, die Stoffauswahl und das Farbkonzept haben sich vollkommen in die Meisterzimmer eingefügt.

Entstanden ist eine Zeitung mit einem kritischen Text von Thomas Wagner und den Fotos von Mierswa-Kluska.

Fotograf: Studio Mierswa-Kluska